Kollagen und die Haut: Wie man ihre Elastizität natürlich unterstützt
Warum ist Kollagen so wichtig für unsere Haut?
Kollagen ist eines der wichtigsten Proteine im menschlichen Körper. Es macht etwa 30 Prozent aller Proteine und sogar 70 bis 80 Prozent der Trockenmasse der Dermis aus [1]. Als Strukturprotein ist es für die Festigkeit, Elastizität und Feuchtigkeitsbindung der Hautschicht verantwortlich. Es bildet ein starkes Fasernetz, das der Haut dabei hilft, fest und widerstandsfähig gegen tägliche Dehnungen und Druck zu bleiben.

Ab dem 25. Lebensjahr nimmt die körpereigene Kollagensynthese auf natürliche Weise ab. Im Alter von 40 Jahren kann die Produktion bereits um fast 25 % zurückgegangen sein. Bis zum 60. Lebensjahr kann sie um bis zu 50 % zurückgehen [2]. Dieser Rückgang steht in direktem Zusammenhang mit der Verdünnung der Haut, dem Auftreten von Falten und dem Verlust der Elastizität [3].
Darüber hinaus ist es wichtig zu wissen, dass die Kollagenproduktion eng mit anderen Nährstoffen zusammenhängt – insbesondere mit Vitamin C, das für den Prozess der Kollagensynthese unerlässlich ist. Es ist an der Bildung von Prokollagen beteiligt, einer Zwischenstufe, bevor das endgültige Kollagenprotein gebildet wird [4].
Kollagen ist der Hauptbestandteil der Hautproteine und trägt zu ihrer Elastizität und Festigkeit bei. Mit zunehmendem Alter nimmt seine Produktion ab, wodurch die Haut dünner und weniger elastisch wird. Da Vitamin C für die Kollagensynthese unerlässlich ist, ist es wichtig, auf eine ausreichende Zufuhr zu achten.

Faktoren, die den Kollagengehalt senken
Der Abbau von Kollagen im Körper wird nicht nur durch die natürliche Alterung verursacht. Es gibt zahlreiche äußere und innere Faktoren, die den Kollagenabbau beschleunigen oder die Kollagenproduktion unterdrücken.
1. UV-Strahlung
Die ultravioletten (UV-)Strahlen der Sonne zählen zu den stärksten Umweltfaktoren, die den Abbau von Hautkollagen fördern. UV-Strahlen aktivieren Enzyme, sogenannte Matrix-Metalloproteinasen, die Kollagenfasern in der Dermis abbauen. Infolgedessen wird die Haut dünner, es entstehen Falten, Pigmentflecken und die Haut erschlafft – typische Anzeichen für Photoaging.
2. Rauchen
Rauchen beeinträchtigt die Blutzirkulation in der Haut und reduziert direkt die Kollagensynthese, während es den Abbau von Kollagen beschleunigt. Nikotin und andere im Tabakrauch enthaltene Verbindungen erhöhen den oxidativen Stress, verringern die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung der Hautzellen und unterdrücken die Aktivität der Fibroblasten, die für die Kollagenproduktion zuständig sind [6].
3. Schlechte Ernährung
Eine Ernährung mit einem Mangel an Antioxidantien, Vitamin C, Zink, Kupfer und Aminosäuren (insbesondere Glycin, Prolin und Lysin) verringert die Fähigkeit des Körpers, Kollagen zu synthetisieren [7]. Ein übermäßiger Verzehr von raffiniertem Zucker und einfachen Kohlenhydraten fördert Glykationsprozesse, die die Kollagenstruktur schädigen und die Haut weniger elastisch machen.
4. Stress
Chronischer Stress erhöht den Cortisolspiegel, das sogenannte Stresshormon. Cortisol wirkt sich nachweislich negativ auf die Regenerationsprozesse der Haut aus und verringert die Kollagensynthese [9].
5. Schlafentzug
Schlaf ist für die Hauterneuerung sehr wichtig. Während der Nacht produziert der Körper mehr Wachstumshormone, die die Zellregeneration und Kollagensynthese fördern. Unzureichender Schlaf verringert diese Prozesse und beschleunigt die Hautalterung [10].
Der Kollagengehalt sinkt nicht nur mit zunehmendem Alter, sondern wird auch durch UV-Strahlen, Rauchen, schlechte Ernährung, Stress und Schlafmangel reduziert. Diese Faktoren beschleunigen entweder den Kollagenabbau oder unterdrücken die Kollagenproduktion und führen so zu einer schnelleren Hautalterung.

Wie kann man den Kollagenspiegel im Körper natürlich aufrechterhalten?
Die Kollagensynthese kann nicht nur durch altersgerechte Nahrungsergänzungsmittel, sondern auch durch natürliche Methoden unterstützt werden. Diese tragen dazu bei, die Kollagenproduktion anzuregen, das Kollagen vor dem Abbau zu schützen und seine Aufnahme zu verbessern.
1. Für Kollagen wichtige Lebensmittel
- Vitamin-C-Quellen (Zitrusfrüchte, Kiwis, Paprika) sind für die Umwandlung von Prolin in Hydroxyprolin – einen Hauptbestandteil von Kollagen – unerlässlich [11].
- Lebensmittel, die reich an Aminosäuren sind, die für die Kollagensynthese wichtig sind (Eier, Huhn, Fisch), tragen zur Bildung der Proteinstruktur des Kollagens bei [12].
- Zink- und Kupferquellen (Kürbiskerne, Leber, Nüsse) sind für die Aktivität der an der Kollagenproduktion beteiligten Enzyme notwendig. Die Kollagensynthese kann auch durch natürliche Methoden unterstützt werden, die dazu beitragen, die Kollagenproduktion anzuregen, das Kollagen vor dem Abbau zu schützen und seine Aufnahme zu verbessern [13].
2. Antioxidantien für den Zellschutz
Antioxidantien wie Vitamin E und Polyphenole (z. B. aus grünem Tee oder Beeren) tragen dazu bei, die Hautstruktur vor oxidativem Stress zu schützen. Dieser würde ansonsten den Kollagenabbau fördern [14].
3. Hydrolysiertes Kollagen
Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass hydrolysiertes Kollagen (insbesondere vom Typ Peptan®) die Kollagenkonzentration in der Haut erhöhen, die Elastizität verbessern und das Auftreten von Falten reduzieren kann [7]. Hydrolysiertes Kollagen wird leichter absorbiert, da seine Moleküle in kürzere Peptidketten zerlegt werden.
Eine der bekanntesten Optionen auf dem Markt ist das hydrolysierte Meereskollagen (Peptan®) von Raw Powders, das sich durch eine hervorragende Verwertbarkeit und Zusammensetzung auszeichnet und für die Pflege der Haut und des Bindegewebes geeignet ist.
4. Regelmäßige körperliche Aktivität
Bewegung verbessert die Blutzirkulation und somit die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung der Haut und des Bindegewebes. Dadurch wird die Kollagenproduktion indirekt unterstützt [15].
5. Äußere Hautpflege
Cremes oder Seren, die Retinol, Peptide oder Niacinamid enthalten, können die Fibroblasten dazu anregen, lokal mehr Kollagen zu produzieren – insbesondere in Kombination mit Sonnenschutz [16].
Sie können den Kollagenspiegel im Körper aufrechterhalten, indem Sie Lebensmittel essen, die reich an Vitamin C, Aminosäuren, Zink und Kupfer sind, Antioxidantien und hydrolysiertes Kollagen zu sich nehmen, sich körperlich betätigen und Hautpflegeprodukte verwenden, die die Kollagenproduktion fördern.
Was ist wissenswert?
Kollagen ist eines der wichtigsten Proteine im menschlichen Körper. Es ist besonders wichtig für die Struktur und Elastizität von Haut, Gelenken und Bindegewebe. Ab dem 25. Lebensjahr nimmt seine Produktion auf natürliche Weise ab. Um eine jugendliche und glatte Haut zu erhalten, ist es daher wichtig, neben der Verwendung kosmetischer Produkte auch auf eine gesunde Ernährung und einen gesunden Lebensstil zu achten [1], [2].
1. Es geht nicht nur um Nahrungsergänzungsmittel - auch der Lebensstil spielt eine Rolle
Obwohl Kollagenpräparate (insbesondere hydrolysiertes Peptan®) dazu beitragen können, die Hautfeuchtigkeit und -elastizität zu erhalten und das Auftreten von Falten zu reduzieren [3], ist die Wirkung effektiver, wenn sie kombiniert wird mit:
- einer Ernährung, die reich an Antioxidantien ist (Vitamin C, E, Polyphenole),
- Vermeidung schädlicher Faktoren (Rauchen, UV-Strahlung),
- ausreichender körperlicher Aktivität und
- konsequenter äußerer Hautpflege.
2. Tägliche Pflege für langfristige Ergebnisse
Die Kollagensynthese ist ein fortlaufender Prozess, dessen Aufrechterhaltung langfristige Beständigkeit erfordert. Um Ergebnisse zu sehen, sind oft mindestens acht bis zwölf Wochen kontinuierlicher Anwendung erforderlich [4]. Studien zeigen, dass die Einnahme von Kollagenpräparaten zu einer Verbesserung der Hautelastizität, zu einer Verringerung von Falten und zu einer Erhöhung des Feuchtigkeitsgehalts der Haut führen kann [5].
Empfehlungen
✔ Wählen Sie hydrolysiertes Kollagen, insbesondere eines mit nachgewiesener klinischer Wirksamkeit (z. B. Peptan®).
✔ Nehmen Sie es zusammen mit Vitamin C ein, da Vitamin C für die Kollagensynthese unerlässlich ist.
✔ Vermeiden Sie übermäßigen Zucker in Ihrer Ernährung - Glukose fördert die Glykation, die Kollagenfasern schädigen kann [6].
✔ Verwenden Sie Sonnenschutzmittel - UV-Strahlen sind eine der Hauptursachen für vorzeitigen Kollagenabbau.
✔ Nehmen Sie es regelmäßig ein - erwarten Sie keine Ergebnisse in ein paar Tagen, aber die Wirkung kann lang anhaltend und stabil sein.
Referenzen:
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