Kratom galt bei vielen Naturvölkern als Wundermittel mit heilenden Kräften, aber auch bei sozialen Events war es wegen seiner berauschenden und stimulierenden Wirkung als Genussmittel sehr beliebt. Selbst als Schmerzmittel wurde und wird es bis heute verwendet.

Inzwischen wurden in Kratom psychoaktive Wirkstoffe nachgewiesen: die Alkaloide Mitragynin und 7- Hydroxymitragynin. Diese werden in der Literatur als Morphin-ähnlich bezeichnet, zudem wird es in manchen Ländern als Ersatz für Opium verwendet. Auch die Wirkungen von Kratom – stimulierend, belebend und entspannend bis zu sedierend und schmerzlindernd – sind Opioiden doch sehr ähnlich. Daher gilt bei Kratom: weniger ist mehr! Ein täglicher Konsum wäre nicht zu empfehlen und die Dosierungen für Kratom sollten unbedingt eingehalten werden.

Kratom Nebenwirkungen treten meist nur bei zu hohen Einzeldosen oder falscher /zu hoher Nachdosierung auf. Die eigentlich positive Wirkung schlägt in dem Falle häufig um. Dieses Gefühl kann recht unangenehm sein, daher sollte man es niemals übertreiben und Kratompulver eher vorsichtig und mit Bedacht verwenden. 

 

Mögliche Nebenwirkungen von Kratom (meist bei Überdosierung) sind:

  •  Übelkeit & Erbrechen
  •  allgemeines Unwohlsein
  •  „Kater“ am nächsten Tag
  •  Dehydrierung
  •  Schwindel
  •  Kopfschmerzen
  •  Konzentrationsprobleme
  •  Müdigkeit
  •  Sedierung
  •  laufende Nase

 

Mögliche Nebenwirkungen von Kratom bei dauerhaftem Konsum:

  • psychische / physische Abhängigkeit (bei täglichem, langem Konsum)
  • Appetitverlust
  • Gewichtsverlust
  • Hyperpigmentation
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Zittern
  • Krampfanfälle



Wie kann man Kratom Nebenwirkungen verhindern?

Es gibt einfache Verhaltensweisen, die man beachten kann, um Nebenwirkungen von Kratom möglichst zu vermeiden und zugleich keine Kratom Toleranz aufzubauen. 

 

Kratomkonsum: weniger ist mehr!

Kratom sollte immer etwas besonderes sein und bestenfalls nicht zur Regel werden (ausgenommen ggf. Schmerzpatienten). Sobald man eine optimale Dosis Kratom gefunden hat, sind 1 - 2 Einnahmen am Tag absolut ausreichend. Danach aber sollte man eine Pause einlegen und es möglichst nur aller 3 bis 4 Tage oder seltener verwenden. 

 

Bleib bei einer Kratomsorte pro Tag

Online kann man verschiedene Sorten Kratom kaufen, mit unterschiedlichster Wirkung und Nutzen. Pro Tag aber nur eine Kratomsorte verwenden und nicht die Sorten mischen, sonst steigt das Risiko von Nebenwirkungen.

 

Viel Wasser trinken!

Vor der Einnahme am besten viel (wirklich VIEL) Wasser trinken. Möglichst einen bis 2 Liter. Denn: genau wie Kaffee wirkt Kratom dehydrierend. Zudem reduziert viel Flüssigkeit die Gefahr von Kopfschmerzen oder Verstopfung durch den Kratomgebrauch. 

 

Leerer Magen vs. voller Magen

Hier kommt es ganz darauf an: normalerweise wird Kratom nüchtern eingenommen, da so die Wirkstoffe schneller (nach etwa 30 - 45 min) aufgenommen und recht intensiv gespürt werden. Bei einer großen, deftigen Mahlzeit vorab, wird es länger (bis 90 min) brauchen die Kratom Effekte zu spüren, allerdings halten diese tendenziell auch länger an.

 

Überdosis Kratom – und nun?

Eine unabsichtliche Überdosierung kann bei Kratom Pulver in Grammbereich recht schnell passieren, vor allem wenn man (meist zu Beginn) die individuell passende Dosierung noch herausfinden muss. Einsteiger sollten mit 1 - 2 g starten, keinesfalls 3 g oder mehr. Dann sind Nebenwirkungen fast vorprogrammiert. Es ist wichtig immer möglichst niedrig zu beginnen – wichtige Hinweise auch im Blog: Kratom Dosierung.

Hat man zu viel Kratom eingenommen sind die typischen Symptome Unwohlsein und Übelkeit. Bei einer starken Überdosis Kratom kommen häufig Erbrechen, Schwindel, Schläfrigkeit und Lethargie dazu. Ggf. kann Kratom auch eine betäubende Wirkung haben, mit flacher Atmung und verlangsamten Puls. Gefährlich kann es werden, wenn es mit anderen Medikamenten, Schmerztabletten, Alkohol oder Drogen gemischt wird. (siehe auch den Abschnitt Wechselwirkungen von Kratom).

Die Kratom Wirkung hält normalerweise 5 bis 6 Stunden an. Um diese Zeit im Falle einer Überdosierung erträglicher zu machen gibt es folgende Tipps:

  • Iss eine Kleinigkeit (möglichst mit Ballaststoffen)
  • Trinke viel Wasser
  • Ingwertee oder Kamillentee helfen gegen die Übelkeit
  • Gib einer vertrauten Person Bescheid wie es dir geht
  • Notiere dir welche Kratomsorte und Dosis du genommen hast
  • Lege dich hin und warte darauf, dass die Symptome abklingen
  • Sollten die Symptome sehr schwerwiegend sein gilt immer: medizinische Hilfe holen

Beim nächsten Versuch solltest du deine Dosis reduzieren bzw. nicht nachdosieren.

 

Kratom: Toleranzaufbau und Abhängigkeit verhindern

Eine häufige Frage ist ob es stimmt, dass Kratom abhängig machen kann. 

Ja, kann es. Allerdings kommt es dabei stark auf die Dauer des Kratomkonsums und auch die Dosierung an. Von 1 - 2 g, ein bis 2x die Woche ist allgemein weder ein schneller Toleranzaufbau noch eine Abhängigkeit zu erwarten.

Wer aber große Mengen Kratom einnimmt (häufig Schmerzpatienten) und das regelmäßig oder täglich über einen längeren Zeitraum, kann durchaus eine Kratomabhängigkeit entwickeln.

Auch psychische und physische Entzugserscheinungen von Kratom sind möglich: z.B. Appetitlosigkeit, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Muskelkrämpfe, Schlafprobleme, Gelenkschmerzen, Zittern, wässrige Augen und laufende Nase, Fieber, Nervosität und Unruhe. Einigen Berichten zufolge kann eine lange und hochdosierte Kratomnutzung auch die Leber schädigen.

Gerade bei Schmerzpatienten oder zur Schlafunterstützung ist die Gefahr einer Kratomabhängigkeit recht hoch, da bei regelmäßiger Einnahme schnell höhere Dosen für die gleiche Wirkung notwendig werden. Die Höchstdosis Kratom liegt bei ca. 7g und bereits ab 5g kann es einen sedativen Effekt haben. Diese Dosierungen sind nur unter ärztlicher Aufsicht bzw. auf Anweisung zu empfehlen.

Wichtig ist, Kratom mit Bedacht zu verwenden und möglichst die Kratomtoleranz nicht zu erhöhen. Wer zum ersten mal Kratompulver konsumiert hat keine Toleranz. Verwendet man Kratom nur einmal wöchentlich, monatlich oder noch seltener wird man sicherlich auch keine Toleranz aufbauen. Die Erstdosis wird immer den gleichen Effekt behalten. Nutzt man aber Kratom häufig oder täglich, wird die Erstdosis schnell nicht mehr die gewünschte Wirkung erzielen, die Kratomtoleranz steigt nach und nach.

Daher gilt: die Dosis immer so gering wie möglich halten. Sobald diese nicht mehr ausreichend erscheint, sollte man einige Wochen pausieren und die aufgebaute Kratomtoleranz dadurch wieder senken. 

 

Hat Kratom Wechselwirkungen? 

Bei fast allen Medikamenten und Wirkstoffen können Wechselwirkungen auftreten, die die Wirkungen verstärken, verringern oder anderweitig beeinflussen. Daher sollten Menschen mit Vorerkrankungen bzw. bei der Einnahme von verschreibungspflichtigen Medikamenten die Kratomnutzung vorab medizinisch abklären.

 

Kratom sollte man NICHT gleichzeitig einnehmen mit:

  • Alkohol
  • Drogen
  • bestimmten verschreibungspflichtigen Medikamenten (s.u.)
  • bestimmten Schmerzmitteln (v.a. Opiate)

 

Wechselwirkungen bzw. starke Kratom Nebenwirkungen sind u.a. bekannt bei:

- Benzodiazepinen

- Blutdruckmedikamenten

- Antidrepressiva

- Carisoprodol

- Gemeiner Stechapfel

- Modafinil

- Prophylhexedrin

- Alpha-Blocker

- Barbituraten

- ACE-Hemmern

Bei gesunden Erwachsenen, einer verantwortungsbewussten Nutzung und korrekten Kratom Dosierung überwiegen zumeist die positiven Wirkungen von Kratom . 

Allerdings: bei Schwangerschaft und in der Stillzeit, sowie für Kinder ist Kratom selbstverständlich immer tabu.



Wo kann man Kratom und andere Nootropika günstig bestellen? 

Wer das Smartdrug Erlebnis ausprobieren und Kratom kaufen möchte, sollte auf hochwertige Online Shops und Anbieter achten. So ist gewährleistet, dass die Nahrungsergänzungsmittel auch die beschriebenen Wirkstoffe enthalten und geprüft sind.

 

In Deutschland kann man Kratom rezeptfrei bestellen und bei RawPowders zugleich noch viele weitere Nootropika kaufen

Phenibut, Noopept, Melatonin, Uridine, Gaba, Bacopa - Brahmi, Ashwagandha




Quellen:

https://kratom.org/guides/overdose/#Long_Term_Effects_of_Using_Kratom

https://kratom.org/interactions/ 

https://kratom.org/guides/dosage/ 

https://balancerehazentrum.de/drogenmissbrauch/kratom-sucht/

https://kratom-blog.com/kratom-dosierung-und-Wirkung



Textautor:
Kay Svegler
Communications, PR, American Studies, University of Leipzig
Journalist and freelance writer (e.g. Süddeutsche Zeitung, BILD, MDR etc.)
Former Senior PR Manager for Fischer Appelt, Sustainability and Diversity Manager for DKB